Schon über ein Jahr ist seit der Gründung des Hundevereins Wild-Dogs Hundefreunde e.V. vergangen und so wurde es nun auch langsam Zeit, dass wir uns auch einmal praktisch näher mit den unterschiedlichen Hundesportarten befassen, die der BLV bietet. Wir hatten das große Glück, dass sich Susanne Stahl, Ausbilderin bei den Ansbacher Schnupperern, die in unserer Kreisgruppe Obfrau für Rally Obedience ist, am Sonntag, den 13.08.17, ab 9.30 Uhr Zeit genommen hat, uns diese spannende und abwechslungsreiche Hundesportart näher zu bringen. Unterstützt wurde sie dabei von Nicole Gehse, die durch ihre zahlreiche Turniererfahrung viele Tipps zur Praxis beisteuern konnte.

Das Wetter hat es anfangs nicht gut mit uns gemeint, doch der Nieselregen konnte der guten Laune der Hundeteams keinen Abbruch tun. Den Anfang machte erst einmal eine theoretische Übersicht über RO, dessen Entstehung, die einzelnen Klassen und Turniere. Hier wurde schnell klar, dass die größte Herausforderung nicht der Hund, sondern der Hundeführer zu meistern hat, da ein falsch bewegter Fuß oder eine falsch gesetzte aufmunternde Streicheleinheit zu Punktabzug oder Disqualifikation führt. Danach ging es ans Kennenlernen der einzelnen Schilder für die Beginner-Klasse. Hier begann Susanne mit den stationären Übungen und erklärte danach die Übungen in Bewegung. Aus diesem Pool an Schildern wird dann ein Parcour erstellt, der immer wieder anders aussieht, so dass eine gründliche Parcourbegehung vor dem Turnier und Aufmerksamkeit des Hundeführers während des Laufens Pflicht sind. Es schien fast als hätten die Hunde weniger Probleme mit dem Verständnis der Schilder als die einzelnen Hundebesitzer, denn vom Hütehund bis zum Leonberger, alle waren mit dem Feuereifer dabei und hatten richtig Spaß. Dabei haben sie teils ihre eigenen Besitzer mit ihrem Enthusiasmus überrascht.

 

Mittags wurde dann endlich auch das Wetter besser, so dass wir nach der Pizzapause gestärkt uns daran machen konnten, den ersten richtigen Parcour zu begehen. Man konnte sehen, wieviel Freude die Hunde daran hatten, mit viel Lob und Leckerchen bestärkt, die einzelnen Aufgaben zu erfüllen. Susanne und Nicole standen immer mit Rat und Tat zur Seite und gaben zusätzlich zahlreiche Tipps für die Grundlagen der Fußarbeit und das Ausarbeiten einzelner Übungen. Es war ein großartiger und lehrreicher Tag, weshalb wir auch erst um 18 Uhr auseinander gingen, leicht benebelt von den zahlreichen Informationen und etwas schwindelig vom Ablaufen der Spirale und des Slaloms. Wer wollte konnte noch ein kleines Infoheft mitnehmen, in dem alle einzelnen Schilder für die Beginner und die Klasse 1 aufgelistet sind, sowie hilfreiche Details für RO generell. Ich denke es ist auch dem Eifer von Susanne und Nicole zu verdanken, dass wir Feuer für diesen großartigen Sport gefangen haben. Die allererste Übungsstunde ist schon in Planung, und wer weiß, vielleicht wagen es die ersten von uns im Frühjahr 2018 auf einem Turnier zu starten?

Noch einmal herzlichen Dank an beide Seminarleiter, Angie für die zur Verfügung gestellte Kaffeemaschine und allen anderen, die mit Kuchen, Fahrdiensten und beim Aufräumen geholfen haben.